ATE-Prüfstände
Modernes Verbrennungsmotorendesign, welches auf niedrigen Verbrauch und niedrige
Emissionen fokussiert ist, hat meist ein stärkeres Auftreten von
Drehungleichförmigkeiten zur Folge. Diese Drehungleichförmigkeiten führen zu einer
Anregung des Fahrzeug-Antriebsstrangs. Insbesondere die dadurch in Schwingungen
versetzten Losteile im Fahrzeuggetriebe verursachen ein auffälliges Klapper- und
Rasselgeräusch. Die isolierte Untersuchung dieser Getriebegeräusche hat zur
Entwicklung des ATE-Prüfstands (Anechoic Test Chamber for Transmissions with
Engine Torque Pulsation Simulation) geführt.

Akustik-Prüfstand
Dieser besteht aus einem Schallmessraum mit Halbfreifeld-Eigenschaften, in dem
im 1m-Abstand Luftschallmessungen an einem Getriebe durchgeführt werden können.
Das Getriebe wird mittels gekapselter CFK-Hohlwellen besonderer Steifigkeit
mit dem in einer isolierten Nische bzw. außerhalb des Schallmessraumes liegenden
elektrischen Antriebs- und Abtriebsmotor verbunden. Antriebs- und Abtriebsstrang
sind durch ein Zweimasseschwungrad entkoppelt. Durch den Antriebsmotor können
im Drehzahlbereich bis 4000 1/min Drehungleichförmigkeiten von Verbrennungsmotoren
simuliert werden. Dabei ist das Moment des Abtriebsmotors so hoch ausgelegt, dass
Zahnabheben beim Zahnradpaar des geschalteten Gangs zuverlässig verhindert wird.
Ohne die Überlagerung von Drehungleichförmigkeiten über der Drehzahl und nach kurzer
Umrüstung des Prüfstands kann z.B. auch "Gear-Whine" erzeugt und untersucht werden.
In diesem
Datenblatt (engl; 150 kB)
können Sie sich weitere Informationen zu diesem Prüfstand herunterladen.